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GELD KAUFT NICHT MUT

Georg Dekas
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9. März 2025

Europa will aufrüsten, Mit Schuldengeld Sicherheit schaffen. Da lügt sich wer in den Sack.

Ja, Wehrhaftigkeit ist ein hohes Gut. Die Pflicht zum Wehrdienst sollte für alle jungen Leute gelten, unabhängig von Krieg oder Frieden. Sie hat einen unschätzbaren erzieherischen Wert, der unerlässlich ist für Erfolg überhaupt. Die allgemeine Wehrpflicht lehrt außerdem, dass Geld und Waffen, so notwendig sie sind, von alleine nichts ausrichten. Soll ein Kampf gewonnen werden, muss er von mutigen Herzen, kühlen Köpfen und geübten Körpern aus dem ganzen Volk getragen werden. Fehlt dieses kostbare Gut, reichen weder Überzahl noch höhere Technologie aus, um im Falle eines Streits die finale Entscheidung herbeizuführen.

Der EU fehlt die Grundlage

Ob nun für die angekündigte Aufrüstung in der EU 500 Milliarden, 800 Milliarden oder eine Billion Euro aufgetrieben werden ist einerlei: Es ist nur Geld. Für Geld bekommt man Stahl, Spreng- und Zündstoffe, Geräte und Fahrzeuge aller Art. Kräftigen Nachwuchs, Mut und Kampfeswillen kann man aber nicht im Supermarkt kaufen. Aber gerade diese Tugenden und Mittel fehlen der Europäischen Union so sehr wie nie zuvor.

Westliche Werte machen müde

Das, was beschönigend mit dem Begriff „demografischer Wandel“ umschrieben wird, ist die sich rasend schnell ausbreitende Kinderlosigkeit (Italiener nennen es treffend „culle vuote“, leere Wiegen). Die Ursachen dafür sind bekannt, werden aber nicht gerne offengelegt. Es sind nicht die technischen Mittel wie die Anti-Baby-Pille oder medizinische Katastrophen wie die mRNA-Imfpfung. An der Wurzel der Kinderlosigkeit steht das Ich/Lust-Prinzip der unbegrenzten, ungehinderten Konsumption. Dieses Prinzip tötet nicht nur neues Leben ab, es verdirbt den allgemeinen Lebenstrieb, macht schlaff und müde. Es kommt nicht von ungefähr, dass der europäische Westen junge ukrainische Männer für sich sterben lässt, genauer, aktiv in den Tod schickt. Sind das die  „westlichen Werte“ die atomar verteidigt werden müssen?

Europa auf die Füße stellen

Anstatt eine bestimmte Großmacht (oder auch zwei) zu dämonisieren, die ihre eigenen Söhne ins Feld schicken, wenn elementare Sicherheiten für Staat und Volk verlustig zu gehen drohen, sollte die Europäische Union lieber den hohlen Geltungsdrang ihrer Wortkrieger*innen kappen, in sich gehen und die eigene Existenz vom Kopf wieder auf die Füße stellen. Das ist die einzig wahre Aufrüstung. Beginnt mit der Wehrpflicht!

 

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