Esel trotzt Fortschritt - Vintage

REMIGRATION IST ZÄH, DEUTSCH AUCH

Georg Dekas
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26. März 2025

Warum in Südtirol die Einwanderung moralfrei und angstfrei gesehen werden sollte

Habe dem Jürgen (JWA) versprochen, auf seine jüngste Aussendung zu Migrationsstop und schwindender deutscher Bevölkerung in Südtirol ausführlich zu antworten.

Ja, der Anteil der deutschen („daitschn“) Südtiroler an der Einwohnergesamtzahl in Südtirol sinkt. Dafür gibt es zwei entscheidende Gründe. Die heimischen Leute machen weniger Kinder und weniger Kinder bekommen bessere Jobs. Deshalb entsteht ein Loch bei den humilen Arbeiten, das (zweitens) von nichtdeutschen Zuwanderern aufgefüllt wird. Humile Arbeiten sind schlechtbezahlte und mühselige Jobs, Paradebeispiel Abspüler in Hotelküche, für die du einfach keine Einheimischen mehr findest. Die sitzen fein im Büro, am liebsten als Beamte im Landesdienst. Die sogenannten „Ausländer“ (damit meint man in Südtirol nicht Deutsche, Briten oder Franzosen, sondern dunkelhäutige Leute aus dem Osten und Süden) erledigen all die nützlichen, unentbehrlichen, niedrigen Arbeiten, darunter auch illegale. Da Südtiroler kiffen, koksen und spritzen, braucht es viele kleine Rauschgifthändler, die für ihr kleines Geld bereit sind, in den Knast zu gehen. Das Geschäftsmodell vieler männlicher Zuwanderer ist Sozialhilfe plus Dealen. Dieses öffentliche Ärgernis sollte aber nicht überdecken, was an Wichtigem passiert: Die extrem hohe Steuerbelastung, die unbezahlbare heimische Dienstleistung, die überbordenden Verhinderungsvorschriften für produktive Arbeit begünstigen illegale Pflege- und Handwerksarbeit, die bevorzugt von „Ausländern“ betrieben und von den Einheimischen überaus gerne in Empfang genommen wird. Dieser grundlegende soziologische Wandel geht nun schon über Jahrzehnte und wird sich von alleine nicht abflachen.

Der Wunsch, alle „illegalen Ausländer“ rauszuschmeißen ist nachvollziehbar, weil man ja gerne seine alte Ruh wiederhaben möchte, bleibt aber eine Idealvorstellung. (Dasselbe Motiv steckt übrigens auch hinter der grünen Klimaangst: die möchten auch die überidealisierten Wetter ihrer Kindheit zurückhaben). Das bedeutet nicht, dass man Missstände achselzuckend gutheißen und sich deiner mimosenhaften Menschenrechtsargumentation beugen muss. Um die angestammte Kultur zu stärken und einen sozialverträglichen und gewaltlosen Fortschritt zu bekommen, muss man als Erstes wieder für mehr Kinder aus einheimischen Familien sorgen. Die Hebel dafür gibt es, auch wenn sie von linksliberalen Politikern geflissentlich übersehen werden. Zweitens müssten Wein, Schnaps und Bier die einzigen Rauschgifte sein. Drittens muss das Wirtschaften wieder belastungsfreier werden. Denn solange man statt des hart verdienten Unternehmengewinns nur für die Angestellten und den Fiskus arbeitet, und dabei  immer mit einem Fuß im Gefängnis steht, oder 10 Jahre lang durch die Mühlen der Justiz geshleift wird, solange ist einheimisches Bauen und Werken zum Weichen verurteilt. Wie eben auch die deutsche Bevölkerung, die eben emsig und so bieder ist.

Alles, was man nur statistisch, d.h. zahlenmäßig, betrachtet, kann leicht zu falschen Schlüssen führen. Der Grund, warum bei eigenverantworteten Volkszählungen immer weniger „Deutsche“ herauskommen, liegt darin, dass sich integrierte Ausländer in Südtirol aus durchaus nachvollziehbaren Gründen als italienisch deklarieren. Zum anderen macht sich der stetig steigende Anteil an so genannten „Gemischtsprachigen“ bemerkbar. Doch in der Substanz aber haben die „Deutschen“ ein viel zäheres Leben als es die Zahlen vermuten lassen. Der Beweis dafür ist das Land selbst: Hundert Jahre alt ist das Bemühen, die deutsche Kultur in Südtirol offen oder versteckt zu zertrümmern, und was ist? Das deutsche (und ladinische) Südtirol ist eine selbstbewusstes Vorzeigeland und wird von den maßgeblichen und gebildeten Gesellschaftsschichten in Italien genau für das bewundert. Dass sich nach hundert Jahren so etwas wie eine wohlwollende gegenseitige Annahme ebenso wie eine relative Entfremdung nach Norden abzeichnet ist nicht verwunderlich und wäre anders gar nicht denkbar.

Damit Südtirol nicht aufhört, das Land der Südtiroler zu sein, wie es Jürgen ausdrückt, müssen wir zu allererst die oben angedeuteten Hausaufgaben zur Stärkung der eigenen Demografie und Wirtschaft machen. Das ist eine streng konservativ-liberale Agenda und hat nichts mit „Nazi“ oder „Rächts“ zu tun. Auf Staats- und EU-Ebene ist es dringend notwendig, das Asylrecht den modernen Zeiten anzupassen, damit wirklich Schutzbedürftige, soweit es materiell möglich ist, auf Zeit aufgenommen werden können. Die Arbeitsmigration jedoch gehört in neue Bahnen gelenkt, die Bettelmigration muss beendet werden, auch weil sie die Würde der darauf Hereinfallenden vernichtet. Hier hat das Schlagwort vom Migrationsstopp und der Rückführung krimineller Elemente durchaus seine Berechtigung. Mit ihr hat auch eine Liste JWA im Südtiroler Landtag ihre Berechtigung (die sie vom Wähler erhalten hat), ungeachtet der Schmähungen durch andere politische Kräfte.

Apropos andere politische Kräfte: Das moralisierende Empörungs-Getue der Linken, der Mitte (SVP) und der Grünen, die bei diesem Thema ständig mit den Menschenrechten herumwachteln, trägt nichts zur Lösung des deutlich spürbaren Unbehagens in der Zuwanderungsfrage bei und verhindert, dass man rational und ingenieurmäßig daran geht, die Gesellschaftsmaschine dort zu reparieren, wo sie stottert oder stehen bleibt.

Die Liste JWA hat sich übrigens für ihre Wähler bereits ausgezahlt: Mit diesem deutlichen Fingerzeig aus der Wahlkabine ist flugs ein Polizeidirektor eingeflogen worden (Quästor Sartori), um das Wahlvolk mit einer forschen Rauswurf-Politik zu besänftigen.

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