Dolomiten Schlagzeilen Dezember 2020

DER ZEITUNGSZUPFER | COVID-AUFARBEITUNG

Georg Dekas
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22. März 2025

Ein Dolomiten-Kommentar zum Vergessen.

Dolomiten, Samstag/Sonntag-Ausgabe vom 22./23. März 2025. Klaus Innerhofer beginnt seinen Kommentar (Rubrik „Doppelpunkt“) in gewohnt blasierter Art.

Er habe das Ding schon vergessen, aber da gebe es andere, die wollten ein Blutgericht samt Guillotine. Diese anderen wollen und wollen nicht klüger werden, halten sich weder an Wissenschaft noch an Fakten. Wollen nicht Aufarbeitung, sondern ein Tribunal. Wollen partout nicht anerkennen, dass Politik und Gesundheitsbehörden damals, im Frühling vor fünf Jahren, nur nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben. Für den Dolomiten-Kommentator Innerhofer berühren die möglichen Fehler der Entscheider nur Fragen von der Art, ob man Schulen früher oder später hätte schließen sollen.

In verhüllter Überheblichkeit findet es Klaus Innerhofer „despektierlich“, dass eine Journalistin aus dem RAI-Universum fragt, ob es klug sei, die Eurac-Research mit der Aufarbeitung zu betrauen. Ja mei, wenn es nur darum geht, zu erörtern, ob Schulen ganz oder halb geschlossen gehören in einer zukünftigen WHO-Pandemie, dann freilich, kann das die Eurac für das kleine Südtirol schon brav erledigen. Dieses Landes-Sonder-Institut wird seinem Brotgeber, dem Landeshauptmann und seinem speziellen Gesundheitslandesrat sicher nicht widersprechen wollen. Sieht sich die Eurac doch selbst als politische Institution, nachzulesen in derselben Dolomiten-Ausgabe! Weiter hinten in der Zeitung verkündet die Eurac nämlich, die „Politische Persönlichkeit des Jahres 2024“ gekürt zu haben.

Es gibt Schreiber, die es als Aufgabe des Journalismus sehen, Hintergründe aufzudecken, und es gibt Journalisten, die spielen halt ein Lied (ihr wisst schon welches, das vom Brot). Diese besonderen Meinungsträger aufzuklären, ist wahrlich umsonst. Bei denen und im vorliegenden Kommentar geht es nur darum, die xte Ehrenbeleidigung zurückzuweisen.

Leute, lasst euch nicht beträufeln: Es war die Wissenschaft selbst, die in unzähligen Studien seit 2020 die Covid-Pandemie aufgearbeitet und unbestreitbare Fakten vorgelegt hat, die massiv gegen die Maßnahmen der Politik, der Gesundheitsbehörden und der Pharma sprechen. Das alles, so wissen wir heute, sind keine „alternativen Fakten“ wie es der Klaus Innerhofer immer noch vorgibt zu meinen.

Die harten Fakten der Wissenschaft können ungefähr so zusammengefasst werden: Nicht mit den allerersten Maßnahmen haben sich die Behörden und Medien versündigt, sondern mit der einseitigen Analyse und der fehlerhaften Testung des Virus, mit der falschen klinischen Behandlung, der panischen Gesundheitspolitik, den Fortsetzungen und Verschärfungen der Lockdowns und schließlich der knallharten Nötigung zur Impfung mit einem unzureichend getesteten Stoff, über den außerdem noch falsch informiert wurde („schützt vor Ansteckung“).

Dass renommierte Wissenschafter und Ärzte schon von Beginn an, im Frühjahr 2020, sachlich aufgeklärt haben und bald durch schiere Evidenz bestätigt wurden, das wollte die aufgepeitschte Politik- und Medienmeute einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Daran hat sich wenig geändert. So muss man dem abschließenden Gedanken des befremdlichen Kommentars von Innerhofer leider zustimmen, dass die Aufarbeitung den Frieden und das verlorene Vertrauen wohl nicht wieder herstellen werde können. An den Impffreien liegt das aber nicht.

Zuviele haben den Wahnsinn mitgemacht, zuviele Politiker und Zeitungsleute sind auf den Hoax hereingefallen und haben ihn von aktiv bis hysterisch mitgestaltet und Propaganda gemacht. Natürlich will die Masse der Geschröpften, Geimpfte wie Impftreiber, vergessen. Natürlich darf man von den politisch und medial Mitwirkenden weder Einsehen noch Entschuldigung erwarten, sie würden sich sonst als Hörige outen oder zugeben, dass sie nicht ganz auf der Höhe ihrer Aufgabe waren.

Jeder kann einmal irren, auch mehrmals, aber auf einem Irrtum zu beharren und Leute, die es ehrlich meinen und noch dazu im Recht sind, damals und heute verächtlich zu machen, das ist zu billig, oder, wie der Lateiner sagt, „errare humanum, perseverare diabolicum“.

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